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                                                                                                                                 LEBENSWEGE  AKTUELLES








                                                                                                                                 AKTUELLES  AKTUELLES








                                                                                                                                 AKTUELLES  AKTUELLES








                                                                                                                                 AKTUELLES  AKTUELLES

                   Skitour zur Chlushütte Sörenberg.


                       Warum
                       Klar wurden früher im Freundeskreis immer wieder unbe-
                   dachte Witze über Homosexualität gemacht à la «tue doch ned
                   so schwul». Ich verspürte unter meinen Freunden sehr hetero-                                                  AKTUELLES  AKTUELLES
                   normative Vorstellungen davon, wie «ein echter Mann» zu sein
                   hat – so wie es uns halt durch die Gesellschaft vermittelt
                   wurde.
                       Im Nachhinein haben einige gefragt, warum ich es ihnen
                   nicht gesagt habe. Ich verstehe die Frage und die leise Krän-
                   kung, die manchmal darin mitschwingt. Es lag nicht an ihnen                                                   AKTUELLES  AKTUELLES
                   oder daran, dass ich tatsächlich gedacht hätte, sie würden sich
                   von mir abwenden. Es war mehr die Angst, etwas in unserer
                   Freundschaft würde sich verändern. Sie würden mich anders
                   sehen, vielleicht anders über mich denken.
                       Ich glaube, der Ursprung liegt in meiner Kindheit und
                   Schulzeit. Ich hatte starkes ADHS, wusste nicht, wohin mit mir                                                AKTUELLES  AKTUELLES
                   und meinen Gefühlen, war immer irgendwie anders, immer ir-
                   gendwie falsch. Mit zwölf machte ich eine grosse Veränderung
                   durch. Ich wollte endlich gut sein, stark und beliebt. Ich wollte
                   hineinpassen und dazugehören. Endlich hatte ich mir einen
                   grossartigen Freundeskreis aufgebaut. Das wollte ich um kei-
                   nen Preis in Gefahr bringen. Jede Andersartigkeit war für mich                                                AKTUELLES  AKTUELLES
                   Imperfektion, jede Imperfektion bedeutete Schwäche. Ich
                   wollte mich nicht schwach machen. Nicht durch eine Entschei-
                   dung, die allein bei mir lag.                         Wanderung auf der Schrattenfluh.
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