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Flexitarier, (Ovo-, Lakto-) Vegetarier, Pescetarier, Vega- Die eigene Gesundheit
ner, Frutarier und was es sonst noch alles gibt. Die Liste
unterschiedlicher Ernährungstypen ist lang und vielfäl- Gemäss Studien ist ein Hauptgrund für das Praktizieren
tig. Für viele sind diese fremd und man kann sich kaum einer anderen Ernährungsform die eigene Gesundheit .
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etwas darunter vorstellen. Warum gibt es sie und was Einerseits gibt es schlüssige Gründe, warum jemand auf
beinhalten diese unterschiedlichen Ernährungsformen gewisse Lebensmittel verzichtet – entweder man mag
genau? Werden sie unsere Zukunft prägen oder sind es sie nicht, oder aber man verträgt sie nicht (Unverträg-
nur kurzfristige Trends? Im Folgenden soll diesen Fragen lichkeiten oder Allergien). Andererseits setzen sich viele
nachgegangen werden. Menschen wieder vermehrt damit auseinander, was
Einfach gesagt, geht es bei diesen Ernährungsformen einen gesunden Lebensstil ausmacht, wozu die Ernäh-
darum, aus bestimmten Gründen bewusst auf gewisse rung einen massiven Teil beiträgt. Es lohnt sich, das
Lebensmittel zu verzichten. Dabei gibt es unzählige breite Angebot an Lebensmitteln bezüglich gewisser
Formen und Ausprägungen, die bis hin zu einer Verän- Krite rien wie zum Beispiel der Verarbeitungsschritte und
derung des Lebensstils führen können. Die drei bekann- langen Zutatenlisten kritisch zu betrachten. Fragen wie
testen Ernährungsformen sind flexitarisch, vegetarisch «Was ist gesund?» oder «Welche Nährstoffe braucht
und vegan. mein Körper wirklich?» sind dabei zentral.
Der Stellenwert des Essens hat im Alltag zum Glück
Gründe für diese Entwicklung wieder zugenommen und viele Menschen treffen ver-
mehrt bewusste Entscheidungen für oder gegen gewisse
Damit wir diese Trends verstehen, müssen wir die Ent- Lebensmittel.
wicklung unseres Konsumverhaltens etwas genauer
betrachten. Der Umwelt zuliebe
Noch vor 100 Jahren gab ein durchschnittlicher Schwei-
zer Haushalt fast die Hälfte des Einkommens für Nah- Der Klimawandel ist omnipräsent und Fakt ist, dass ein
rungs- und Genussmittel aus, heute sind es gerade mal Drittel der konsumbedingten Umweltbelastungen in
noch knapp sieben Prozent . Unser Wohlstand ist gestie- Europa aufgrund des Essverhaltens entsteht. Für die
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gen und gleichzeitig hat sich die Priorität, die wir dem Produktion von tierischen Lebensmitteln wird ein Mehr-
Essen einräumen, verringert. Die Essensversorgung im faches an Landfläche, Wasser und Energie im Vergleich
Alltag war in den letzten Jahrzehnten sichergestellt. zu pflanzlichen Lebensmitteln benötigt. Dies verursacht
Eine weitere Veränderung hat die Globalisierung mit die Hälfte der Umweltbelastungen. Die andere Hälfte
sich gebracht. Lebensmittel aus der ganzen Welt sind entsteht durch lange Transportwege, Verarbeitungs-
ganz selbstverständlich im Supermarkt erhältlich. Was schritte und Verpackungen.
sich im ersten Moment sehr positiv anhört, hat leider Die Umstellung auf eine vegetarische, flexitarische oder
auch viele Schattenseiten. Schlechte Arbeitsbedingun- sogar vegane Ernährung kann die Umweltbelastung um
gen beim Anbau von Lebensmitteln, weite Transport- bis zu 40 Prozent reduzieren . Einen zusätzlichen positi-
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wege, viel Verpackung – um nur einige negative Aus- ven Einfluss hat natürlich das regionale und saisonale
wirkungen auf Mensch und Umwelt zu nennen. Dazu Einkaufsverhalten. Die Umstellung auf eine teilweise
kommt: Lebensmittel, die zu krumm, zu klein, zu häss- pflanzenbasierte Ernährung hat also nachweislich einen
lich oder einfach zu viel sind, werden weggeworfen. nachhaltigen, positiven Effekt auf die Umwelt.
Unglaubliche 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittelverluste
fallen in der Schweiz pro Jahr an (330 Kilogramm pro Ethische Motivation
Person und Jahr).
Seit ein paar Jahren ist nun aber eine Entwicklung in Eine weitere Rolle spielt die ethische Motivation einer
eine andere Richtung erkennbar: Die Ernährung erhält Ernährungsumstellung. Dabei stehen vor allem Themen
wieder einen höheren Stellenwert im Alltag. Globale wie die Haltung von Nutztieren und deren Tötung sowie
Ereignisse wie zum Beispiel der Klimawandel oder die allgemein der Umgang mit den natürlichen Lebensgrund-
Corona-Pandemie haben diesen Wandel ausgelöst und lagen im Fokus. Die für sich gewählte Ernährungsform
beschleunigt. Damit sind wir bei den Hauptgründen für muss jeder Mensch moralisch selber vertreten können.
das Aufkommen anderer Ernährungsformen: Gesund-
heit, Umwelt und ethische Motivation. Wie geht es weiter?
Die drei beschriebenen Aspekte für eine Ernährungs-
umstellung sind nicht abschliessend. Gründe für die
gelebte Ernährungsform sind sehr individuell. Weiter

