Page 115 - Entlebucher Brattig 2023
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Im Haus Weitsicht auf Bramboden zeigt
die Einrichtung Wetz' Handschrift.
[Bilder: Claudia Hoch-Rieger]
zumindest vorerst – hier hängen bleiben soll. Im Seminar- decke. «Das passt doch wunderbar zu Bramboden! Über-
trakt hat Wetz auf zwei Stockwerken den «SOS Kunst- all der Wald mit seiner wunderbaren Unordnung und
hofladen» eingerichtet beziehungsweise kuratiert; es auch die Köhlerei, die ja hier noch betrieben wird!» So
sind hier Arbeiten von ihm und anderen Künstlern aus schliesse sich der Kreis, ist sich Wetz sicher. Überhaupt
dem Landessender zu sehen und zu erwerben. Immer sieht Wetz Kunst als Gegenpol zur Sinnhaftigkeit, zur
wieder sollen hier wechselnde Ausstellungen zu sehen Wirtschaftlichkeit. Mit all seinen Installationen und Aktio-
sein, denn Vielseitigkeit und Abwechslung seien extrem nen wolle er den Betrachtern vor allem Spass machen,
interessant und machen die Gäste gwundrig. «Hier auf sie zum Lachen bringen und schlussendlich Lebens-
Bramboden geniessen die Seminar-Teilnehmer die Ruhe freude wecken. «Man muss doch gwundrig sein auf
und Abgeschiedenheit. Auf unserer Weitsicht-Terrasse Dinge, die nicht sinnorientiert sind! Erst das ist Lebens-
haben sie nicht nur in der Nacht einen unglaublichen freude! Ich will den Gwunder bei den Leuten wecken!»,
Blick in die Ferne», erklärt Willi, «und ergänzt mit Kunst sagt Wetz mit einem breiten Lachen im Gesicht. Daher
kommt die Weitsicht sehr gut an. So ist sie was ganz sei das «Weitsicht» auch noch lange nicht fertig, es soll
Besonderes geworden»! und darf sich weiterentwickeln und seine Besucher
Doch Wetz meint dazu, dass er all dieser «Seminar- immer wieder überraschen.
Sinnhaftigkeit und -Sinnorientiertheit» auch etwas ent-
gegensetzen müsse – nämlich diese «unsinnig einfachen Claudia Hoch-Rieger
Sachen» wie beispielsweise den Holzboden und die Holz- Mitglied der Brattig-Kommission

